AUTOSHIP – Autonomous Shipping Initiative for European Waters

AUTOSHIP – Autonomous Shipping Initiative for European Waters

Das EU-HORIZON 2020 Projekt, soll echte autonome Schiffe für die Märkte auf Binnen- und Seewassertraßen entwerfen und bauen.

REDAKTION: PETER BAUMGARTNER.

HORIZON 2020 ist das weltweit größte, transnationale Programm für Forschung und Innovation. Knapp 75 Mrd. Euro stehen von 2014 bis 2020 dafür auf EU-Ebene zur Verfügung. Die Finanzierungs- und Förderformen reichen von der Grundlagenforschung bis zur innovativen Produktentwicklung. EinzelforscherInnen, Unternehmen und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind zentrale Zielgruppen von HORIZON 2020. Exzellente Forschung, wettbewerbsstarke Forschungs- und Unternehmensstandorte, mehr innovative Produkte und Dienstleistungen sowie ein vereinfachtes Regelwerk sind die wichtigsten Ziele des Forschungs- und Innovationsprogrammes HORIZON 2020.

AUTOSHIP, reiht sich in dieses Programm ein. Im Bereich der autonomen Schifffahrt, das Programm dem asiatischen Billigmarkt im Schiffbau entgegentreten. Mit den führende Technologieanbietern Rolls Royce und Kongsberg, bildet AUTOSHIP einen starken europäischen Cluster, der in der Lage sein soll, in den nächsten zehn Jahren einen Milliarden Euro-Markt mit hochqualifizierten Arbeitsplätzen, einen sichereren und umweltfreundlicheren Transport in Europa zu erschaffen.

AUTOSHIP wird den Schiffseignern/Eigentümern helfen, die Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen zu verbessern, ihre Wettbewerbsfähigkeit effektiv zu steigern und ihre Flotten so zu erneuern, dass sie wettbewerbsfähiger werden. Erwartet wird, dass eine leistungsfähige europäische Schifffahrt einen Beitrag zur Reduktion des Straßenverkehrs leisten kann.

Die Kommission ist der Auffassung, dass Projekt-Vorschläge, die einen EU-Beitrag zwischen 10 und 20 Mio. EUR erfordern, es ermöglichen werden, die besondere Herausforderung angemessen zu bewältigen.

AUTOSHIP, unter italienischer Projektleitung (CIAOTECH Srl) hat insgesamt elf Projektpartner aus GB, Norwegen, Belgien und Finnland versammelt. Das Gesamtbudget beträgt 29,546 Mio. Euro. Der EU-Förderanteil liegt bei 20,109 Mio. Euro, wobei der Hauptanteil bei Kongsberg liegt. Die praktischen Ergebnisse werden für 2023 erwartet.

Die Binnenschifffahrt ist mit Blue Line Logistics NV im AUTOSHIP-Konsortium vertreten. BLL NV ist eine Binnenschifffahrtsgesellschaft, die in den letzten 3 Jahren in Belgien und den Niederlanden eine logistische Plattform für den Transport von palettierten Gütern entwickelt hat und betreibt.

BLL hat sich ein umfangreiches Know-how über die technische und betriebliche Nutzung von Pallet Shuttle Barges (PSB) erworben und ständig verbessert. Das erworbene Know-how umfasst auch den Betrieb von kleinen Binnenschiffen und deren Einsatz auf kleinen Wasserstraßen. Dies hat es BLL ermöglicht, bewährte Arbeitsmethoden und den Zugang zu einer Vielzahl von Kunden zu etablieren, um den Betrieb dieser Art von kleinen Binnenschiffen rentabel zu machen. BLL schaffte mit dem Angebot auch eine echte Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Wasserstraße.

Ebenfalls stellvertretend für die Binnenschifffahrt sitzt De Vlaamse Waterweg nv (eine Fusion von nv De Scheepvaart und Waterwegen en Zeekanaal NV) im Konsortium von AUTOSHIP. DVW verwaltet und betreibt die Wasserstraßen als leistungsfähiges Netz, das zur Wirtschaft, zum Wohlstand und zur Lebendigkeit der Region Flandern beiträgt. De Vlaamse Waterweg nv unterstützt den Verkehr über die Binnenschifffahrt, kümmert sich um die Wasserwirtschaft und erhöht die Attraktivität der Wasserstraßen für Erholung, Tourismus und Naturerlebnisse.

Am Firmensitz in Hasselt, den Abteilungen in Willebroek, Brüssel, Antwerpen, Merelbeke und Mol, arbeiten rund 1.350 Mitarbeiter in dieser Organisation an einem intelligenten, vielseitigen und prosperierenden Wasserstraßennetz.

Die DVW stimuliert die Nutzung der flämischen Wasserstraßen und ihrer Flächen unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten und widmet dem nachhaltigen Wachstum, dem Hochwasserschutz und dem integrierten Wassermanagement zusätzliche Aufmerksamkeit. Die DVW sieht ihre Mission als wichtiges soziales Projekt und setzt eine moderne, innovative und zukunftsorientierte Politik um, die sich auf ein prosperierendes, mobiles, sicheres und ein grünes Flandern konzentriert. (PB)

Quelle: Binnenschiff-Journal 2/2020

Peter Baumgartner

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