J. Müller: 200 Jahre Hafenlogistik an der Unterweser

Am 1. Mai 2021 besteht die heute international operierende Unternehmensgruppe J. Müller in Brake und Bremen seit 200 Jahren. Das mittelständische Familienunternehmen wird in der 6. Generation geführt. „Wir sind stolz und dankbar, auf eine so lange Firmentradition zurückblicken zu können“, sagt Jan Müller, der heutige Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe.

J. Müller ist spezialisiert auf den Betrieb von Seehafenterminals und dazugehörigen hafen- und schifffahrtsnahen Dienstleistungen. Der regionale Schwerpunkt ist Norddeutschland, vor allem die Unterweserweserregion mit eigenen Seehafenterminalbetrieben in Brake und Bremen. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Brake und Bremen 470 Mitarbeitende. Der Jahresumsatz beträgt 110 Mio. Euro.

Die Gründung des Unternehmens J. Müller durch den jungen innovativen Johann Müller [1797–1869] aus dem Geschäft seines Schwiegervaters Nicolaus Smit steht am Anfang der dynamischen Entwicklung zur heutigen Unternehmensgruppe J. Müller in Brake und Bremen. Ihm folgte 1862 sein Sohn Bernhard Friedrich Heinrich Müller [1834–1882], einer der Pioniere des deutschen Petroleumumschlags. Er forcierte die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur mit dem Ausbau des Braker Hafens und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz.

In dritter Generation trat 1888 sein Sohn Johannes Theodor Müller [1864–1932] in die Firma ein. Er erweiterte die Umschlagsanlagen entlang der neuen Strompier, die er mit moderner Technologie ausstattete. Als Abgeordneter des Oldenburger Landtages setzte er sich für die Förderung des Hafenverkehrs nach dem Ersten Weltkrieg ein.

Nach seinem Tod führte Carl Müller [genannt: Hans; 1897–1979] die Firma ab 1932 durch die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Unter seiner Ägide expandierte das Unternehmen nach Kriegsende mit der Einrichtung einer Niederlassung in Bremen, der Aufnahme der Binnenschifffahrt und dem Ausbau des Kranbetriebes.

Seine drei Söhne Gerhard Carl Gustav Müller, Klaus Wilhelm Müller und Ernst Walter Müller traten 1945, 1947 und 1956 als Auszubildende ein und übernahmen 1972 gemeinsam die Geschäftsführung. Sie bauten das Unternehmen mit marktorientierten technologischen Investitionen und Innovationen an den Standorten Brake und Bremen zur expandierenden J. Müller  Gruppe aus.

Seit 1990 leitet ein Management aus Mitgliedern der Familie Müller und nichtfamiliären Geschäftsführern beziehungsweise Vorständen die Unternehmensgruppe, die seit 2008 als Aktiengesellschaft organisiert ist. Die drei Familienstämme sind mit Jan Müller, Dirk Müller und Dr. Harald Müller im Vorstand und Aufsichtsrat der J. Müller AG vertreten.

www.jmueller.de

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