Rumänische Donauschifffahrt schwimmt auf der Erfolgswelle

Rumänische Donauschifffahrt schwimmt auf der Erfolgswelle

Transport Trade Services (TTS), notiert seit Juni dieses Jahres an der Börse in Bukarest und kann dank zunehmender Wassertransporte für das erste Halbjahr 2021 einen Reingewinn von 27,3 Mio. Dollar ausweisen.

Die breit aufgestellte TTS Gruppe beschäftigt sich nicht nur mit Binnenschifffahrt auf der Donau, sondern zählt auch Hafen- und Werfttätigkeiten, sowie Eisenbahnlogistik zu den Angeboten. Mit fast 500 Schiffseinheiten und einer Ladekapazität von 800.000 Tonnen, ist die Binnenschifffahrt mit zuletzt 9 Prozent Zuwachs die tragende Säule in der Gruppe. Als Hauptaktionär der Reederei C.N.F.R. NAVROM, kann die Gruppe praktisch jedes Transportgut auf der Donau und in Deutschland bewegen. Zum Firmennetz zählt auch die in Österreich ansässige TTS GmbH., die vom ehemaligen Chef der DDSG Cargo, Herfried Leitner, geführt wird und sich mit der Steuerung der Logistikströme auf der oberen Donau beschäftigt.

Schon bisher haben so bekannte Aktionäre, wie der Geschäftsmann Alexandru Mircea Mihailescu, der Schweizer Peter Hungerbuehler oder EU- Rechnungshof Mitglied Viorel Ștefan auf die TTS Binnenschifffahrt unter der Führung von CEO Petru Ştefănuţ gesetzt. Mit dem Börsengang kamen noch so finanzkräftige Aktionäre wie der größte rumänische Baumarkt, oder ein bedeutendes niederländisches Versicherungsunternehmen hinzu.

TTS, die bisher allein für etwa 30 Prozent des gesamten Donautransportes verantwortlich zeichnet, konzentriert sich aber nicht nur auf wirtschaftlichen Wachstum. CEO Ştefănuţ ist überzeugt, langfristig auch die Technologieführerschaft in der Donauschifffahrt übernehmen zu können. Dabei stehen neue, moderne Schiffe ebenso auf der Agenda, wie die Nutzung neuer KI-Möglichkeiten (autonomes Fahren).

Rumänien ist traditionell ein starkes Binnenschifffahrts-Land. Die Regierung setzt sich für die Binnenschifffahrt ein und investiert in die Infrastruktur. Dadurch wächst die Binnenschifffahrt kontinuierlich. Selbst im schwierigen Corona Jahr 2019, mit Rückgängen von mehr als 20 Prozent in westeuropäischen Ländern, wuchs die Binnenschifffahrt in Rumänien. Was den Anteil der Binnenschifffahrt an der Gesamttransportmenge betrifft, ist nur Holland vergleichsweise stark aufgestellt. Der rumänische Anteil am gesamteuropäischen Binnenschiffsmarkt beträgt 8,5 Prozent.

Peter Baumgartner

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